Von Vang Vieng ging es dann nach Luang Prabang, mit knapp 40.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Laos. Luang Prabang wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt (das ist die Auszeichnung, die Dresden durch den Bau einer eher häßlichen Brücke gerade ausgeschlagen hat, außer in Dresden versteht eigentlich niemand so recht, warum man diesen schon ziemlich ehrenvollen Titel unbedingt los werden wollte. Aber das tut eigentlich hier gar nichts zur Sache.). Jedenfalls ist Luang Prabang einfach schön. Wunderschöne, zum Teil restaurierte französisch-koloniale Architektur, unzählige, prachtvolle buddhistische Tempel und ein – für asiatische Verhältnisse – unglaublich ruhiges und besinnliches Tempo. Ich bin eine ganze Woche geblieben. Und habe einfach nichts gemacht. Ein bisschen gebummelt. Am Mekong gesessen. Abends ein Bier Lao getrunken. Oder zwei. Und ab und zu habe ich mich zu einem langen Lauf aufgerafft, immerhin zwei 30km-Läufe, schließlich will ich im Mai den Helgoland-Marathon schaffen, oh Gott, oh Gott, das wird was werden.

Besonders beeindruckt hat mich ein Restaurant, in dem “Happy-Pizza” und andere Happy-Produkte im Angebot waren: Die Happy-Pizza z. B. für 100.000 Kip, das sind nicht ganz 10 Euro – also, das finde ich jetzt nicht gerade überteuert.

Ich hab’s nicht getestet. Wer erwischt wird, ist, wenn er nicht für längere Zeit mit den laotischen Gefängnissen von innen Bekanntschaft machen möchte, und das ist nicht sehr zu empfehlen, habe ich mir sagen lassen, in laotischen Gefängnissen gehört Essen z. B. nicht zum Service, es kommen entweder Freunde oder Verwandte und bringen etwas, oder …, ja also, dann ist man wohl besser mit 700 Dollar dabei. Das belastet die Urlaubskasse denn doch ganz ordentlich. Und dem Vernehmen nach nutzt die örtliche Polizei dies als phantastische Einnahmequelle und ihr Wohlwollen lässt sich nur mit den erwähnten 700 USD erkaufen.
Aber der Hauptgrund, warum man nach Vang Vieng kommt, sind ja nicht diese Dinge – auch wenn es die spannenderen Geschichten hergibt, gelle
– also der Hautgrund ist die phantastische Natur, ist die Karstlandschaft, sind die Höhlen.
Mein Reiseführer hatte da eine wunderbare 30km-Route rund um den Karst beschrieben, für die Warmduscher unter den Travellern als Fahrradtour – ich bin das selbstverständlich gelaufen. Natürlich mit vielen Pausen, mit Baden im Fluß zwischendurch, und mit einem Rucksack mit gefüllter Wasserblase. Auf dem gut vierstündigen Lauf habe ich locker viereinhalb Liter Wasser verbraucht.


Läufer sind schon etwas “exotisches” in einem Land wie Laos. Von allen Seiten wurde ich bestaunt und mit einer Mischung aus Unverständnis, Bewunderung und Mitleid zur Kenntnis genommen. Die Kinder fanden es besonders spannend. Die Warmduscher-Touristen, die mit ihren Fahrrädern vorbei kamen, waren natürlich angemessen beschämt
Ein sehr leckeres und sehr preiswertes Mittagessen hatte ich auch!
Und zum Abschluss dann die Höhlen von Tham Pou Kham. Nach dem Bad in der wunderbaren vorgelagerten Lagune mit glasklarem Wasser – einschließlich Tarzansprungs in der extra für die Touristen fürsorglich angebrachten Liane geht es in die Höhle. Die Grubenlampe, die man sich für einen Euro leihen kann, braucht man wirklich, jedenfalls, wenn man ein bisschen weiter hineingehen möchte, in die Höhle. Die für einen weiteren Aufpreis angebotene Führung habe ich hingegen abgelehnt – und auch nicht vermisst. Also, mich hat die Höhle wirklich beeindruckt, inmitten des Fels ein Raum, in den der Kölner Dom locker hineinpassen würde, das hat schon was großartiges!


Ja, da hatte ich mir dann zum Abschluss des Tages ein großes Beer Lao redlich verdient, fand ich. Das sind übrigens 0,66 Liter und die kosten in Laos üblicherweise so zwischen 9.000 und 12.000 Kip (etwa 90 Cent bis 1,20 Euro). Da schmeckt’s doch gleich noch mal so gut

Von Vientiane ging’s mit dem Luxusbus und ganz vielen anderen Ausländern weiter nach Vang Vieng. Vang Vieng ist berühmt und berüchtigt für seine losen Sitten. Hier hängen die Traveller ab, saufen, rauchen dieses und jenes und tuben den Fluss entlang. “Tuben”, das ist, wenn man in einem alten LKW-Schlauch sich den Fluß entlang treiben lässt und dabei gelegentlich an einem der auf dem Weg liegenden zahlreichen Auftankstationen bewusstseinserweiternde Getränke und andere Substanzen nachfüllt. Sowas habe ich natürlich nicht gemacht. Die Überlebensstatistik für 2011 weist alle zwei Wochen einen beim tuben dahingeschiedenen Touristen aus.

Das war mein Guesthouse, das “Easy-to-go-Hostel”. Ich habe in einem 4-Personen-Dorm genächtigt, was mich je Nacht schlappe 3 Dollar gekostet hat.

Das war die Toilette. Die sieht nicht nur hier so aus, sondern das ist Standard in einfacheren Herbergen in Süd-Ost-Asien. Wie das funktioniert? Naja, muss ich das wirklich im Detail erklären? Es gibt schon Gründe, warum die linke Hand als unrein gilt. Man wäscht sich den Hintern ausschließlich mit der linken Hand. Dafür ist das Wasser da. Richtig, Toilettenpapier gibts keins. Die Füße gelten in diesen Breiten hier ja auch als unrein. Wenn man sich die Sache einmal versucht, in allen Einzelheiten auszumalen (oder spätestens, wenn man’s mal ausprobiert hat), versteht man auch, warum.

Über diese Brücke geht’s zur berüchtigten Party-Insel. Am Tag ist da der Hund verfroren. Da geht’s erst nach dem Dinner so gegen acht erst richtig los. Ja, relativ früh, denn eigentlich ist um 00:00 Uhr Sperrstunde. Auch wenn das bei Touristen nicht ganz so genau genommen wird.
Die Partyinsel bei Nacht
Peter erholt sich. Von was eigentlich?
Vientiane ist die Hauptstadt von Laos. Hättet ihrs gewußt? Ich wusste es jedenfalls nicht. Die Stadt hat ungefähr 350.000 Einwohner, in der Metropolenregion leben etwa 750.000 Menschen. Nur mal zum Vergleich die Werte von Kuala Lumpur: 1,5 Millionen, in der Region 8 Millionen. Und auch nur mal zum Vergleich die Werte für Berlin: 3,5 Millionen bzw. 6 Millionen für die Region Berlin/Brandenburg. Also: Vientiane ist eine kleine Hauptstadt, eigentlich ist Vientiane eher ein großes Dorf.


Die Tuc-Tucs sehen in Laos ganz anders aus, als ich sie von Zentralamerika und auch von Sri Lanka her kenne: Die meisten sind größer und sie wirken auch mehr wie Motoräder mit Aufbauten als wie Mini-Autos.
Na gut, lila Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ja, und die drei Bilder eben, das war mein Hotel für die beiden Nächte in Vientiane. Ein klassisches Stadthotel stellt man sich auch anders vor, oder? Mir hat’s ganz gut gefallen in Ventiane. Man kann schön am Strand entlang joggen, alles geht ziemlich geruhsam von statten, kein Streß, kein Gedrängel auf den Straßen, man ist relaxed. Nicht gerade eine typische asiatische Metropole – gerade das hat mir gefallen. Aber jetzt auch kein Ort, wo man sich ewig aufhalten müsste.
Wunderschöne Tempel gibt es an jeder Ecke in Vientiane, wie überall in Laos, Laos ist ein ganz überwiegend buddhistisches Land.





Was mir am letzten Bild so gefällt, ist, dass es zeigt, wie sehr Religion, wie sehr die Mönche ganz selbstverständlich in das tägliche Leben integriert sind. Sie begegnen einem auf Schritt und Tritt, sie leben mit und unter den Menschen, sie sind Teil des täglichen Lebens und natürlich müssen sie auch ihre Wäsche waschen.
Und natürlich darf auch ein Nachtmarkt nicht fehlen. Mit seiner etwas absonderlchen Mischung aus Handarbeiten, Plastikspielzeug und Klamottenständen.



Nun bin ich bereits den fünften Tag in Süd Ost Asien. Der Flug ist lang, elf ein halb Stunden bis nach Saigon, dort umsteigen, was übrigens völlig unproblematisch ist (die beiden Fotos unten sind vom hochmodernen Ho Chi Minh Airport) dann noch mal zwei ein halb Stunden bis Kuala Lumpur.
Kuala Lumpur, das ist eine Großstadt. Keine asiatisch schreckliche – man kann z.b. auch als Westeuropäer ohne besondere Schulung die Straßen überqueren, es gibt auch Ampeln und die haben für die Mehrzahl der motorisierten Verkehrsteilnehmer mehr als nur unverbindlichen Empfehlungscharakter – aber es ist eine Großstadt, überwiegend 6-spurige Straßen, laut, urban.

Zwischendrin gibt’s auch mal Natur, und dann wieder ein Wolkenkratzer am nächsten.

Und natürlich Einkaufszentren. So groß, dass man niemals etwas wieder finden kann, was man einmal gesehen hat. So groß, dass ich schon beim Anblick erschöpft an der nächsten Bar hängen bleibe.
Ich war nur zwei Nächte dort, viel habe ich noch nicht gesehen, einen Tag habe ich auch mit arbeiten verbracht, es gingen kiloweise Mails über den großen Teich, damit bin ich jetzt aber durch, Gott sei dank. Aber ich komme ja wieder, noch zwei mal.
Abends ist die Stimmung irgendwie schöner, vielleicht war auch nur meine Laune besser, nach getaner Arbeit. Es gibt – natürlich – einen Nachtmarkt, …
… Obststände …
… und natürlich auch die genialen Straßenküchen mit leckersten und manchmal auch absonderlichen Dingen, meist ziemlich scharf und gebraten.

Morgen geht’s los
Urlaub! Sechs Wochen. Ich fliege nach Süd-Ost-Asien. Und das allerbeste: Meine Liebste, Iris, kommt auch! Leider kann sie erst drei Wochen später nachkommen. Bis zum 25. März muss ich auf sie warten
Bisher haben wir / habe ich folgendes geplant:
Hint: If you are not familiar with German language, but you are an experienced Linux user: the only thing you really need is: (multiboot055.sh
Have fun!
Updates:
USB-Stick/data
/boot/grub
/iso
Ende März 2009 habe ich mich ein wenig schlau gemacht über die Vorzüge und Nachteile verschiedener USB-Sticks. Wichtig war mir insbesondere eine gute Performance sowohl bei Schreib- als auch bei Lesezugriffen. Ich habe mich dann für den OCZ Rally 2 16GB entschieden, weil er zu diesem Zeitpunkt mit 40 Euro ein optimales Preis-Leistungsverhältinis bot. Die Preise für den Stick sind seitdem im Übrigen überraschenderweise gestiegen, ich habe wohl zum rechten Zeitpunkt gekauft
. Die Geschwindigkeit des Sticks wird mit Lesen: 28MB/s und Schreiben: 15MB/s angegeben und nach meinen eingenen Messungen mit hdparm -t auch knapp eingehalten (Lesen: knapp 26MB/s). Die angegebenen Lese- und Schreibraten werden auch von anderen Nutzern z. B. auf heise.de überwiegend bestätigt. Ich kann den Stick guten Gewissens empfehlen. Einziger Nachteil: Ich verliere immer die blöde Kappe. Also eher ein Stick für ordentliche Nutzer. Bezugsquellen und Preise finden sich z. B. auf heise.de/preisvergleich.
Es sind eigentlich nur zwei (bis drei) Schritte erforderlich:
# Sofern nicht bereits vorhanden, Grub2 (Version 1.9.7) auf dem Rechner installieren sudo apt-get install grub2 # Device des USB-Sticks (z. B. mit "df -h" ermitteln) DEVICE=/dev/sdb USB_LABEL=MultibootUSB # Dateisystem auf USB-Stick erstellen sudo mkfs.vfat -n $USB_LABEL ${DEVICE}1 # USB-Stick mounten mount ${DEVICE}1 /media/$USB_LABEL # Grub2 auf USB-Stick installieren grub-install --no-floppy --root-directory=/media/$USB_LABEL ${DEVICE}
Es sollen die folgenden Linux-Distributionen und Tools auf dem Stick installiert werden und gebootet werden können:
Ubuntu (Distrowatch, Wikipedia de en)
Debian (Distrowatch, Wikipedia de en) in der Version 5.03 (Netinstall, Version vom September 2009)
GRML (Distrowatch, Wikipedia de en) in der Version Hello-Wien vom Oktober 2009
sidux (distrowatch, Wikipedia de en) – Debian hot and spicy
Slax (distrowatch, Wikipedia de en) Version 6.1.2, August 2009
Linux Mint (Wikipedia de en) – Version 8.0 Helena vom 28. November 2009
netboot.me (Beschreibung auf heise.de)
Tiny Core Linux (distrowatch, Wikipedia en) – Version 2.7 vom Dezember 2009
SystemRescueCD (distrowatch, Wikipedia de en) – Version 1.3.4
SliTaz (distrowatch, Wikipedia de en) – Version Cooking vom 4. November 2009
xPUD (Distrowatch, Heise, Heise zur Version 0.92 Golem zur Version 0.92)Was bleibt noch zu tun?
Beides erledigt das Shell-Script multiboot055.sh. Im Konfigurations-Block zu Beginn des Skripts müssen ggf. einige Anpassungen vorgenommen werden (z. B. muss das Verzeichnis angegeben werden, das als Mount-Point für den USB-Stick dient). Der Rest des Skripts besteht einerseits aus einem ISO-Konfigurations-Block, in dem für jede Distribution die zum Schreiben der grub.cfg benötigten Variablen gesetzt werden und andererseits aus dem Grub2-Boot-Block, mit dem die Datei “grub.cfg” geschrieben wird. “grub.cfg” ist die neue Konfigurationsdatei, die bei Grub2 die “menu.lst” von Grub ersetzt. Sie wird beim Boot-Prozess aus dem Ordner “/boot/grub” gelesen und u. a. zur Erstellung des Boot-Menüs verwendet.
Hier ein Auszug aus dem Skript:
...
# Ubuntu
UBUNTU_TITLE="Ubuntu Desktop 9.10 Karmic Koala 32bit"
UBUNTU_URL="http://ftp.uni-kl.de/pub/linux/ubuntu.iso/9.10/ubuntu-9.10-desktop-i386.iso"
[ $DOWNLOAD ] && wget $UBUNTU_URL -P $DOWNLOADPATH
UBUNTU_ISO=`basename $UBUNTU_URL`
...
cat <<EOF> $MOUNTDIR/$GRUBPATH/grub.cfg
menuentry "$UBUNTU_TITLE" {
loopback loop $ISOPATH/$UBUNTU_ISO
linux (loop)/casper/vmlinuz boot=casper iso-scan/filename=$ISOPATH/$UBUNTU_ISO noeject noprompt --
initrd (loop)/casper/initrd.lz
}
...
EOF
Wie unschwer zu erkennen ist, werden im ISO-Konfigurations-Block die Variablen $UBUNTU_TITLE, $UBUNTU_URL und $UBUNTU_ISO gesetzt, die im folgenden Grub2-Boot-Block verwendet werden. Bei einem Update müssen Anpassungen lediglich im ersten Block vorgenommen werden und das Skript erneut ausgeführt werden. Das Skript erstellt beim Ausführen in jedem Fall eine neue “grub.cfg”, die es auch gleich im richtigen Verzeichnis auf dem USB-Stick ablegt und lädt – sofern die Variable DOWNLOAD=1 gesetzt wurde – die ISO-Dateien entsprechend der Konfiguration in den *_URL-Variablen von den Webseiten der Projekte und speichert sie im Verzeichnis $ISOPATH des USB-Sticks.
Die von multibootXX.sh erstellte grub.cfg (update 0.55: grub055.cfg) erzeugt beim booten das nachfolgend abgebildete Boot-Menü:
Grub2 (nicht aber die Dokumentation, die man sich zu diesem Stichwort googlen kann!) macht es leicht, ein angepasstes Boot Menü mit eigenm eingebundenen Bildern zu erstellen. Was wird für ein solches Boot Menü mit eingebundenen Splash Image gebraucht?


if loadfont /boot/grub/unicode.pf2 ; then
set gfxmode="640x480"
insmod gfxterm
insmod vbe
terminal_output gfxterm
if terminal_output gfxterm; then true ; else
terminal gfxterm
fi
fi
insmod tga
background_image /boot/grub/pmt.tga
Die Auflösung habe ich konservativ gewählt: der Stick soll ja auch auf alter Hardware problemlos laufen.
sudo mount -o loop image.iso /mnt
sudo apt-get install qemu-kvm
Dann den Stick einstecken, z. B. mit “df -h” das Device feststellen, als das seine Partitionen eingebunden sind (z. B. /dev/sdb1), und dann das Device mit dem folgenden Befehl in Qemu booten:
sudo qemu -m 512 -hda /dev/sdb
Mit qemu kann man übrigens nicht nur Devices booten (wie eine Festplatte oder einen USB-Stick), sondern auch CD-Roms oder ISO-images. Also, man kann bequem die ISO-Images auch direkt mit qemu starten:
sudo qemu -m 512 -cdrom slitaz-cooking.iso
Bei SliTaz gibt es allerdings ein kleines Problem mit dem Netzwerk. SliTaz erkennt die standardmäßig von qemu emulierte Netzwerkkarte (rtl8139) nicht. Man muss daher von qemu eine andere Netzwerkkarte emmulieren lassen, z. B. eine e1000:
sudo qemu -m 512 -net nic,model=e1000,vlan=0 -net user,vlan=0 -cdrom slitaz-cooking.iso
… dann klappt’s auch mit dem Netzwerk
… Das gilt natürlich genauso, wenn man in qemu den USB-Stick bootet und aus dem Boot-Menü des Sticks heraus SliTaz mit Netzwerkunterstützung starten möchte.
QLandkarteGT ist ein sehr nützliches Landkartenprogramm für Linux, dass in der Lage ist, GARMIN-Karten auf dem PC darzustellen. Das Programm ist darüberhinaus in der Lage, Tracks im gpx-Format vom Garmin zu importieren und auf der Karte darzustellen. Es stellt außerdem Möglichkeiten zur Verfügung, diese Tracks zu editieren (überflüssige Teile wegschneiden etc.). QLandkarteGT kann GARMIN-Karten (gmapsupp.img) nicht direkt darstellen, sondern benötigt hierfür eine *.tdb-Datei. Ich habe bisher keinen Weg gefunden, aus einer gmapsupp.img direkt eine *.tdb zu erzeugen. Was funktioniert, ist der Umweg über eine Openstreetmap-Karte (*.osm). Naja, eigentlich ist das ja auch die Quelle der imagesupp.img. Folgende Schritte sind also notwendig:
mkgmap karte.osm --tdbfile --gmapsupp
Anschluss des Navis an den Rechner via USB und Zugriff über das Dateisystem:
Das Garmin HCx verfügt allerdings nur über eine USB 1.1 Schnittstelle, d. h. dieser Weg ist nur für das Kopieren kleinerer Dateien geeignet (z. B. von Waypoints im *.gpx-Format). Für größere Uploads empfiehlt es sich, die Speicherkarte über ein Speicherkartenlesegerät direkt zu beschreiben.
Dafür gibt es viele Möglichkeiten:
1. Mit gpbsbabel (MarchK’s Tipps hierzu)
gpsbabel -D9 -w -i garmin -f usb: -o gpx -F WP.gpx
|
Holt alle waypoints vom Garmin. |
gpsbabel -D9 -t -i garmin -f usb: -o gpx -F TP.gpx
|
Holt alle tracks vom Garmin. |
gpsbabel -t -i gpx -f route.gpx -x simplify,count=500 \ -o gpx -F route-simplified.gpx |
Reduziert die Anzahl der Waypoints einer Route / eines Tracks auf 500. |
gpsbabel -D9 -t -i gpx -f route.gpx -o garmin \
-F usb: > debug.txt
|
Sendet route.gpx als Track zum Garmin. |
gpsbabel -i gpx -f NAME.gpx -o garmin -F usb:
|
Sendet NAME.gpx (z. B. mit Waypoints oder Geocaches) zum Garmin. |
gpsbabel -t -i garmin -f usb: \
-o kml,points=0,line_color=ff0000ff \
-F Track.kml
|
Holt tracks vom Garmin und konvertiert sie in KML. |
Bei mir funktioniert das leider derzeit nur als root (dem Befehlsaufruf “sudo” voranstellen).
Die Optionen bedeuten:
sieht a bisserl kompliziert aus, ist aber eigentlich einfach und logisch.
Hierfür eignen sich die genialen geo-xxx-Tools von Rick Richardson hervorragend. Homepage: http://geo.rkkda.com/ . In der Tool-Suite gibt es 5 Skripte, mit denen Geocache-IDs von geocache.com abgefragt werden können:
geo-found gibt Geocache-IDs aus (gefunden von irgendeinem geocache.com-User) geo-placed gibt Geocache-IDs aus (platziert von irgendeinem geocache.com-User) geo-nearest gibt Geocache-IDs der nächstgelgegenen Geocaches aus geo-newest gibt Geocache-IDs der neuesten Geocaches aus (in einem Land) geo-keyword gibt Geocache-IDs aus, die ein "keyword" enthalten.
Optionen für die geo-xxx-Tools können sowohl auf der Kommandozeile übergeben werden, als auch in der geo-Konfigurationsdatei “.georc” abgelegt werden. Dies empfiehlt sich für Standardoptionen, die ständig gebraucht werden. Bei mir sieht diese Datei folgendermaßen aus:
# .georc Konfigurationsdatei für geo-xxx tools PASSWORD="xxx" USERNAME="schreberpeter" LAT=n52.24.059 LON=e09.45.503
Wann immer von einem der geo-xxx-Tools ein Username und ein Passwort sowie eine Positionsangabe benötigt wird, werden diese Informationen aus dieser Datei übernommen (sofern nicht explizit entsprechende Optionen auf der Kommandozeile übergeben werden). Bei dem folgenden Aufruf sind diese Optionen daher implizit schon gesetzt (spart ‘ne Menge Schreibarbeit):
geo-nearest -n 5
Der Aufruf holt die IDs der Geocaches, die den angegebenen Koordinaten (meinem zu Hause) am nächsten liegen. Die Rückgabe des Aufrufs:
GC1V522 52.40087 09.75447 Geocache-multi GC10WW9 52.39773 09.75958 Geocache-multi GC1TV9N 52.39868 09.75387 Geocache-regular GC1J494 52.39618 09.76368 Geocache-unknown GC17Y55 52.39750 09.74917 Geocache-unknow
Die anderen Tools liefern entsprechende Rückgaben. Mit Hilfe des Tools “geo-gpx” kann ich mir jetzt für eine (oder mehrere) GeoCache IDs (GXxxxxx) Detail-Informationen im gpx-Format holen:
geo-gpx -ogpx -OGC1V522.gpx GC1V522
Der Befehl liefert als Rückgabe eine Datei “GC1V522.gpx” mit alle Informationen, die ich auch auf den Webseiten von geocaching.com zum Geocache “GC1V522″ abfagen kann (im gpx-Format; einem XML-Format). Diese gpx-Datei kann nun problemlos mit gpsbabel (s. o.) auf das Navi laden.
Die folgenden beiden Befehle verketten den Vorgang: es werden in einem Schritt die 500 nächstgelegenen Geocache-IDs geholt und und die Detail-Informationen für alle 500 Geocaches in die Datei nearest.gpx geschrieben. Diese wird dann mit gpsbabel auf das Navi kopiert:
geo-gpx -ogpx -Onearest.gpx $(geo-nearest -n 500 | awk '{print $1}') sudo gpsbabel -i gpx -f nearest.gpx -o garmin -F usb:
Und Schwubs, hat man 500 Geocaches auf dem Navi
Jetzt brauchen wir noch die ausführlichen Beschreibungen Human-readable (also z. B. im HTML-Format, damit diese mit einem Browser betrachtet werden können). Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:
gpsbabel -D9 -i gpx -f nearest.gpx -o html -F nearest.html # Lösung problematisch, besser: gpx2html !
Nachteil der gpsbabel-Lösung: Es wird eine (ggf. sehr große) HTML-Datei erzeugt. Das kann zu Schwierigkeiten führen, diese auf leistungsschwächeren Pocket-PC’s mit angemessener Geschwindigkeit (oder überhaupt) darzustellen. Außerdem ist es bei mir in mehreren Fällen vorgekommen, dass nur einige der GeoCaches in die HTML-Datei aufgenommen wurden und die Erstellung dann abgebrochen wurde. Dabei kam es nicht zu Fehlermeldungen, sodass ich das erst unterwegs bemerkt habe (zu meinem besonderen Verdruß, weil ich vom Geocachen unverrichteter Dinge wieder heim kehren musste).
gpx2html *.gpx
Die gpx2html-Lösung hat gleich mehrere Vorteile (weshalb ich sie präferiere und empfehle):
Die HTML Beschreibungen der Geocaches kann man sich auf seinen Palm schieben, auf sein Nokia-Tablet, sein Netbook oder was immer man beim Geocachen so mitnimmt. Und hat dann alle ausführlichen Informationen (samt aller Hints!) immer dabei. Cool
gpsbabel -t -i gpx -f route.gpx -x simplify,count=500 -o gpx -F route-simplified.gpx
gpsbabel -D9 -t -i gpx -f route-simplified.gpx -o garmin -F usb: > debug.txt
http://www.schwarzwald-bike.de/gps.php?content=ueber_gps
Was zeichnet ein gutes Backup-Tool aus? Es ist einfach! Denn Backup-machen ist lästig. Deshalb muss es einfach sein. Damit es überhaupt gemacht wird. Und: Backups sind sehr wichtig. Es sind schon Firmen pleite gegangen, weil das Backup versagt hat. Auch deswegen müssen Backups einfach sein. Damit Backup-Administratoren immer wissen, was sie tun. Damit nicht dann, wenn das Backup gebraucht wird, die große Hektik ausbricht. Damit nicht dann, wenn das Backup gebraucht wird, Fehler gemacht werden. Und das Backup zerstört wird. Alles schon vorgekommen!
Backup sind wichtig! Denn Computer gehen kaputt. Glaubt mir ja nie einer. Besonders die nicht, die keine Ahnung von Computern haben. Ist aber so. Computer gehen kaputt! Und dann sind die Daten futsch. Die werden nämlich auf dem Computer gespeichert. Und zwar auf der Festplatte. Und Festplatten gehen kaputt von Zeit zu Zeit. Im Büro habe ich eine kleine Sammlung von etwa zehn kaputten Festplatten. Habe ich gesammelt über die Jahre. Ist nicht vollständig, die Sammlung. Viele Festplatten haben wir getauscht auf Garantie. Oder auf Kulanz. Aber zehn Festplatten habe ich doch sammeln können. Von jeder kann ich eine traurige Geschichte erzählen. Geschichten, in denen erwachsene Männer weinen. Nicht gelogen! Weil die Arbeit von Wochen und Monaten verloren gegangen ist.
Das wollen Sie nicht? Dann machen Sie Backups!
Hab’ ich Sie überzeugt? Gut! … Dann stellt sich Ihnen jetzt die Frage: Wie mache ich Backups?
… da hätte ich dann einen Vorschlag: nehmen Sie storeBackup!
Wir haben storeBackup jetzt seit etwa sechs Jahren im Einsatz und es hat uns bisher nie im Stich gelassen. Das Prinzip ist genial einfach und erspart Administratoren viel Arbeit. Weil User das Restore selbst machen können. Und damit dem Admin nicht auf den Wecker gehen müssen. Und weil keine (mehr oder weniger) komplizierten Systeme ersonnen werden müssen, nach deren Vorgaben Voll-Backups bzw. inkrementelle Teil-Backups erzeugt werden. Und die dann ein Restore zum Intelligenztest machen.
hardlinks (todo)
Die Installation ist trivial und kann entweder aus den Repositories via “apt-get install storebackup” erfolgen (dann erhält man zur Zeit, Juli 2009, allerdings nur die Version 2.x), oder händisch. Die Installation ist hier beschrieben: Installations-Anleitung
storeBackup.pl -g storeBackup.conf # erzeugt Konfigurationsdatei
diese anpassen und dann ausführen:
storeBackup.pl -l storeBackup.conf # führt Backup aus
Sie wollen ein Verzeichnis auf einem entfernten Rechner in Ihr Backup einbeziehen. Lösung: Einmounten des entfernten Verzeichnisses über sshfs (
SSHFS, SSHFS-Homepage,
SSHFS).
Installation des SSHFS Pakets mit
sudo apt-get install sshfs
Einmounten eines Verzeichnisses auf einem entfernten Rechner:
mkdir /path/to/local/directory # Anlegen des Mountpoints, einmalig
sshfs username@yourserver.org:/path/to/directory /path/to/local/directory
Unmount:
fusermount -u /path/to/local/directory
oder (kann ich mir besser merken, weil Standard):
sudo umount /path/to/local/directory
Ein auf diese Weise lokal eingemountetes Verzeichnis kann prima in das Backup einbezogen werden.