Kuala Lumpur und Melaka 25. bis 28. Maerz

April 4, 2012

 

 

 

text

text

text

text

text

text

puh. Das dauert hier mit dem Hochladen der Bilder eeeewig! Morgen mehr …

1

Luang Prabang 11. bis 18. März

March 24, 2012

Von Vang Vieng ging es dann nach Luang Prabang, mit knapp 40.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Laos. Luang Prabang wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt (das ist die Auszeichnung, die Dresden durch den Bau einer eher häßlichen Brücke gerade ausgeschlagen hat, außer in Dresden versteht eigentlich niemand so recht, warum man diesen schon ziemlich ehrenvollen Titel unbedingt los werden wollte. Aber das tut eigentlich hier gar nichts zur Sache.). Jedenfalls ist Luang Prabang einfach schön. Wunderschöne, zum Teil restaurierte französisch-koloniale Architektur, unzählige, prachtvolle buddhistische Tempel und ein – für asiatische Verhältnisse – unglaublich ruhiges und besinnliches Tempo. Ich bin eine ganze Woche geblieben. Und habe einfach nichts gemacht. Ein bisschen gebummelt. Am Mekong gesessen. Abends ein Bier Lao getrunken. Oder zwei. Und ab und zu habe ich mich zu einem langen Lauf aufgerafft, immerhin zwei 30km-Läufe, schließlich will ich im Mai den Helgoland-Marathon schaffen, oh Gott, oh Gott, das wird was werden.

0

Vang Vieng 9. bis 10. März

March 24, 2012

image

Besonders beeindruckt hat mich ein Restaurant, in dem “Happy-Pizza” und andere Happy-Produkte im Angebot waren: Die Happy-Pizza z. B. für 100.000 Kip, das sind nicht ganz 10 Euro – also, das finde ich jetzt nicht gerade überteuert.

image

Ich hab’s nicht getestet. Wer erwischt wird, ist, wenn er nicht für längere Zeit mit den laotischen Gefängnissen von innen Bekanntschaft machen möchte, und das ist nicht sehr zu empfehlen, habe ich mir sagen lassen, in laotischen Gefängnissen gehört Essen z. B. nicht zum Service, es kommen entweder Freunde oder Verwandte und bringen etwas, oder …, ja also, dann ist man wohl besser mit 700 Dollar dabei. Das belastet die Urlaubskasse denn doch ganz ordentlich. Und dem Vernehmen nach nutzt die örtliche Polizei dies als phantastische Einnahmequelle und ihr Wohlwollen lässt sich nur mit den erwähnten 700 USD erkaufen.

image

image

Aber der Hauptgrund, warum man nach Vang Vieng kommt, sind ja nicht diese Dinge – auch wenn es die spannenderen Geschichten hergibt, gelle :-) – also der Hautgrund ist die phantastische Natur, ist die Karstlandschaft, sind die Höhlen.

image

Mein Reiseführer hatte da eine wunderbare 30km-Route rund um den Karst beschrieben, für die Warmduscher unter den Travellern als Fahrradtour – ich bin das selbstverständlich gelaufen. Natürlich mit vielen Pausen, mit Baden im Fluß zwischendurch, und mit einem Rucksack mit gefüllter Wasserblase. Auf dem gut vierstündigen Lauf habe ich locker viereinhalb Liter Wasser verbraucht.

image

image

image

image

Läufer sind schon etwas “exotisches” in einem Land wie Laos. Von allen Seiten wurde ich bestaunt und mit einer Mischung aus Unverständnis, Bewunderung und Mitleid zur Kenntnis genommen. Die Kinder fanden es besonders spannend. Die Warmduscher-Touristen, die mit ihren Fahrrädern vorbei kamen, waren natürlich angemessen beschämt ;-)

image

Ein sehr leckeres und sehr preiswertes Mittagessen hatte ich auch!

Und zum Abschluss dann die Höhlen von Tham Pou Kham. Nach dem Bad in der wunderbaren vorgelagerten Lagune mit glasklarem Wasser – einschließlich Tarzansprungs in der extra für die Touristen fürsorglich angebrachten Liane geht es in die Höhle. Die Grubenlampe, die man sich für einen Euro leihen kann, braucht man wirklich, jedenfalls, wenn man ein bisschen weiter hineingehen möchte, in die Höhle. Die für einen weiteren Aufpreis angebotene Führung habe ich hingegen abgelehnt – und auch nicht vermisst. Also, mich hat die Höhle wirklich beeindruckt, inmitten des Fels ein Raum, in den der Kölner Dom locker hineinpassen würde, das hat schon was großartiges!

image

image

Ja, da hatte ich mir dann zum Abschluss des Tages ein großes Beer Lao redlich verdient, fand ich. Das sind übrigens 0,66 Liter und die kosten in Laos üblicherweise so zwischen 9.000 und 12.000 Kip (etwa 90 Cent bis 1,20 Euro). Da schmeckt’s doch gleich noch mal so gut :-)

image

0

Vang Vieng 8. März – Ankunft

March 15, 2012

Von Vientiane ging’s mit dem Luxusbus und ganz vielen anderen Ausländern weiter nach Vang Vieng. Vang Vieng ist berühmt und berüchtigt für seine losen Sitten. Hier hängen die Traveller ab, saufen, rauchen dieses und jenes und tuben den Fluss entlang. “Tuben”, das ist, wenn man in einem alten LKW-Schlauch sich den Fluß entlang treiben lässt und dabei gelegentlich an einem der auf dem Weg liegenden zahlreichen Auftankstationen bewusstseinserweiternde Getränke und andere Substanzen nachfüllt. Sowas habe ich natürlich nicht gemacht. Die Überlebensstatistik für 2011 weist alle zwei Wochen einen beim tuben dahingeschiedenen Touristen aus.

image

Das war mein Guesthouse, das “Easy-to-go-Hostel”. Ich habe in einem 4-Personen-Dorm genächtigt, was mich je Nacht schlappe 3 Dollar gekostet hat.

image

Das war die Toilette. Die sieht nicht nur hier so aus, sondern das ist Standard in einfacheren Herbergen in Süd-Ost-Asien. Wie das funktioniert? Naja, muss ich das wirklich im Detail erklären? Es gibt schon Gründe, warum die linke Hand als unrein gilt. Man wäscht sich den Hintern ausschließlich mit der linken Hand. Dafür ist das Wasser da. Richtig, Toilettenpapier gibts keins. Die Füße gelten in diesen Breiten hier ja auch als unrein. Wenn man sich die Sache einmal versucht, in allen Einzelheiten auszumalen (oder spätestens, wenn man’s mal ausprobiert hat), versteht man auch, warum.

image

image

Über diese Brücke geht’s zur berüchtigten Party-Insel. Am Tag ist da der Hund verfroren. Da geht’s erst nach dem Dinner so gegen acht erst richtig los. Ja, relativ früh, denn eigentlich ist um 00:00 Uhr Sperrstunde. Auch wenn das bei Touristen nicht ganz so genau genommen wird.

image

Die Partyinsel bei Nacht

image

Peter erholt sich. Von was eigentlich?

5

Vientiane 6. bis 8. März

March 15, 2012

Vientiane ist die Hauptstadt von Laos. Hättet ihrs gewußt? Ich wusste es jedenfalls nicht. Die Stadt hat ungefähr 350.000 Einwohner, in der Metropolenregion leben etwa 750.000 Menschen. Nur mal zum Vergleich die Werte von Kuala Lumpur: 1,5 Millionen, in der Region 8 Millionen. Und auch nur mal zum Vergleich die Werte für Berlin: 3,5 Millionen bzw. 6 Millionen für die Region Berlin/Brandenburg. Also: Vientiane ist eine kleine Hauptstadt, eigentlich ist Vientiane eher ein großes Dorf.

image

image

Die Tuc-Tucs sehen in Laos ganz anders aus, als ich sie von Zentralamerika und auch von Sri Lanka her kenne: Die meisten sind größer und sie wirken auch mehr wie Motoräder mit Aufbauten als wie Mini-Autos.

image

image

Na gut, lila Ausnahmen bestätigen die Regel.

image

image

image

Ja, und die drei Bilder eben, das war mein Hotel für die beiden Nächte in Vientiane. Ein klassisches Stadthotel stellt man sich auch anders vor, oder? Mir hat’s ganz gut gefallen in Ventiane. Man kann schön am Strand entlang joggen, alles geht ziemlich geruhsam von statten, kein Streß, kein Gedrängel auf den Straßen, man ist relaxed. Nicht gerade eine typische asiatische Metropole – gerade das hat mir gefallen. Aber jetzt auch kein Ort, wo man sich ewig aufhalten müsste.

Wunderschöne Tempel gibt es an jeder Ecke in Vientiane, wie überall in Laos, Laos ist ein ganz überwiegend buddhistisches Land.

image

image

image

image

image

Was mir am letzten Bild so gefällt, ist, dass es zeigt, wie sehr Religion, wie sehr die Mönche ganz selbstverständlich in das tägliche Leben integriert sind. Sie begegnen einem auf Schritt und Tritt, sie leben mit und unter den Menschen, sie sind Teil des täglichen Lebens und natürlich müssen sie auch ihre Wäsche waschen.

image

Und natürlich darf auch ein Nachtmarkt nicht fehlen. Mit seiner etwas absonderlchen Mischung aus Handarbeiten, Plastikspielzeug und Klamottenständen.

image

image

image

0

Kuala Lumpur 4. bis 6. März

March 9, 2012

Nun bin ich bereits den fünften Tag in Süd Ost Asien. Der Flug ist lang, elf ein halb Stunden bis nach Saigon, dort umsteigen, was übrigens völlig unproblematisch ist (die beiden Fotos unten sind vom hochmodernen Ho Chi Minh Airport) dann noch mal zwei ein halb Stunden bis Kuala Lumpur.

image

image

Kuala Lumpur, das ist eine Großstadt. Keine asiatisch schreckliche – man kann z.b. auch als Westeuropäer ohne besondere Schulung die Straßen überqueren, es gibt auch Ampeln und die haben für die Mehrzahl der motorisierten Verkehrsteilnehmer mehr als nur unverbindlichen Empfehlungscharakter – aber es ist eine Großstadt, überwiegend 6-spurige Straßen, laut, urban.

image

Zwischendrin gibt’s auch mal Natur, und dann wieder ein Wolkenkratzer am nächsten.

image

Und natürlich Einkaufszentren. So groß, dass man niemals etwas wieder finden kann, was man einmal gesehen hat. So groß, dass ich schon beim Anblick erschöpft an der nächsten Bar hängen bleibe.

image

Ich war nur zwei Nächte dort, viel habe ich noch nicht gesehen, einen Tag habe ich auch mit arbeiten verbracht, es gingen kiloweise Mails über den großen Teich, damit bin ich jetzt aber durch, Gott sei dank. Aber ich komme ja wieder, noch zwei mal.

Abends ist die Stimmung irgendwie schöner, vielleicht war auch nur meine Laune besser, nach getaner Arbeit. Es gibt – natürlich – einen Nachtmarkt, …

image

… Obststände …

image

… und natürlich auch die genialen Straßenküchen mit leckersten und manchmal auch absonderlichen Dingen, meist ziemlich scharf und gebraten.

image

3

Asien Reise 2012 – morgen geht’s los

March 2, 2012

Morgen geht’s los :-) Urlaub! Sechs Wochen. Ich fliege nach Süd-Ost-Asien. Und das allerbeste: Meine Liebste, Iris, kommt auch! Leider kann sie erst drei Wochen später nachkommen. Bis zum 25. März muss ich auf sie warten :-(

Bisher haben wir / habe ich folgendes geplant:

  • 3. März – Abflug von Frankfurt
  • 4. März – Ankunft in Kuala Lumpur, Malaysia
  • 6. März – Abflug nach Vientiane, Laos
  • 8. März – Aufbruch nach Luang Prabang, Laos, auf dem Landweg
  • 24. März – Iris steigt in Frankfurt in den Flieger
  • 25. März – Endlich! Iris und ich sehen uns nach drei Wochen wieder in Kuala Lumpur
  • 27. März – Aufbruch nach Malakka
  • 29. März – Aufbruch zur Insel Tioman, Malaysia
  • 1. April – Aufbruch …
  • 15. April – Rückflug von Kuala Lumpur
  • 16. April – Ankunft in Frankfurt
1

Multiboot USB Stick

December 27, 2009

multiboot-usb


english50x25 Hint: If you are not familiar with German language, but you are  an experienced Linux user: the only thing you really need is: (multiboot055.sh :-) Have fun!

Updates:

  • 3 Jan 2010:
    • Redesign of multiboot-script (multiboot055.sh)
    • SliTaz distribution added
    • SystemRescueCD updated to 1.3.4

Zielsetzungen

  • Es soll ein USB-Stick erstellt werden, von dem verschiedene LiveCDs / Betriebssystem-Installationen / Tools gebootet werden können.
  • Der USB-STick soll mit einem Standard vfat-Dateisystem formatiert werden, damit er problemlos sowohl unter Linux als auch unter anderen Betriebssystemen (z. B. Apple, Windows) gelesen werden kann.
  • Die verschiedenen bootbaren Systeme sollen als iso-Dateien auf dem Stick abgelegt werden, sodass sie problemlos aktuell gehalten werden können und keine komplizierteren Operationen zum entpacken usw. erforderlich sind.
  • Das Dateisystem auf dem USB-Stick soll schön übersichtlich sein: Es soll einen Ordner “data” enthalten, in den beliebige Daten gespeichert werden können, und einen Ordner “boot”. Dieser wiederum soll einen Ordner “iso” enthalten, indem die iso-Dateien abgelegt werden können und einen Ordner “grub”, indem die Dateien des bootloaders grub2 abgelegt werden.
    USB-Stick/data
             /boot/grub
                  /iso
  • Der USB-Stick soll möglichst einfach aktuell gehalten werden können, hierfür soll ein Shell-Script erstellt werden.

Hardware

USB Stick Rally 2 16GBEnde März 2009 habe ich mich ein wenig schlau gemacht über die Vorzüge und Nachteile verschiedener USB-Sticks. Wichtig war mir insbesondere eine gute Performance sowohl bei Schreib- als auch bei Lesezugriffen. Ich habe mich dann für den OCZ Rally 2 16GB entschieden, weil er zu diesem Zeitpunkt mit 40 Euro ein optimales Preis-Leistungsverhältinis bot. Die Preise für den Stick sind seitdem im Übrigen überraschenderweise gestiegen, ich habe wohl zum rechten Zeitpunkt gekauft :-) . Die Geschwindigkeit des Sticks wird mit Lesen: 28MB/s und Schreiben: 15MB/s angegeben und nach meinen eingenen Messungen mit hdparm -t auch knapp eingehalten (Lesen: knapp 26MB/s). Die angegebenen Lese- und Schreibraten werden auch von anderen Nutzern z. B. auf heise.de überwiegend bestätigt. Ich kann den Stick guten Gewissens empfehlen. Einziger Nachteil: Ich verliere immer die blöde Kappe. Also eher ein Stick für ordentliche Nutzer. Bezugsquellen und Preise finden sich z. B. auf heise.de/preisvergleich.

Ersteinrichtung des Sticks

Es sind eigentlich nur zwei (bis drei) Schritte erforderlich:

  1. Der USB-Stick muss formatiert werden (ein Dateisystem aufgespielt werden).
  2. Sofern nicht schon vorhanden, müssen die Grub2-Tools auf dem Rechner installiert werden.
  3. Es muss Grub2 auf dem Stick installiert werden.
 
# Sofern nicht bereits vorhanden, Grub2 (Version 1.9.7) auf dem Rechner installieren
sudo apt-get install grub2

# Device des USB-Sticks (z. B. mit "df -h" ermitteln)
DEVICE=/dev/sdb
USB_LABEL=MultibootUSB 

# Dateisystem auf USB-Stick erstellen
sudo mkfs.vfat -n $USB_LABEL ${DEVICE}1 

# USB-Stick mounten
mount ${DEVICE}1 /media/$USB_LABEL 

# Grub2 auf USB-Stick installieren
grub-install --no-floppy --root-directory=/media/$USB_LABEL ${DEVICE}

Distributionen und Tools

Es sollen die folgenden Linux-Distributionen und Tools auf dem Stick installiert werden und gebootet werden können:

  • ubuntu logoUbuntu (Distrowatch, Wikipedia de en)
    Ubuntu ist ein Debian-basiertes Linux, dass sich insbesondere auch für Linux-Anfänger eignet. Es soll in zwei Geschmacksrichtungen auf den Stick:

    • Ubuntu Desktop 9.10 Karmic Koala 32bit (Oktober 2009)
      Die aktuelle 32bit Version von Oktober 2009 – zur direkten Nutzung vom Stick sowie zur Installation
    • Ubuntu Desktop 8.04.3 LTS Hardy Heron 32bit (April 2008)
      Die aktuelle 32bit Version mit Longterm Support – die nächste LTS erscheint im April 2010 (Lucid Lynx)
  • debian-logo-verticalDebian (Distrowatch, Wikipedia de en) in der Version 5.03 (Netinstall, Version vom September 2009)
    Die Mutter sehr vieler Linux-Distributionen, sehr solide, sehr stabil, sehr frei und auf sehr vielen Plattformen verfügbar … aber deswegen manchmal etwas langsam bei der Einpflege der neuesten, hippen Features.
    Auf den Stick soll eine minimale Version, von der aus über das Internet die für eine Installation erforderlichen Pakete nachgeladen werden können.
  • grml-logoGRML (Distrowatch, Wikipedia de en) in der Version Hello-Wien vom Oktober 2009
    GRML (sprich: “grummel”) ist die eierlegende Wollmilchsau für Systemadministratoren, Geeks, Konsolen-Fans und reisende PC-Doktoren. “GRML eignet sich hervorragend für typische Systemadministratortätigkeiten. Darunter fallen Arbeiten wie Dateisystemchecks, Bootloader-Reparaturen, Hardware-Untersuchungen und Netzwerkdebugging. Aber auch für forensische Untersuchungen kommt grml zum Einsatz.” (Michael Prokopp: grml – Linux für Systemadministratoren und Texttool-User, S. 4)
  • parted_magic logoParted Magic (Distrowatch, Wikipedia de) mit Clonecilla in der Version 4.7, Dezember 2009
    zum einfachen Partitionieren, Vergrößern, Verkleinern, Sichern und Wiederherstellen von Partitionen bzw. ganzen Festplatten (auch von Windows NTFS Partitionen!)
  • Sidux-logosidux (distrowatch, Wikipedia de en) – Debian hot and spicy :-) (xfce-Version 2009-03 vom November 2009)
    Sidux basiert auf Debians unstable brunch – und versucht, diesen “stabil”, d. h. auch für den produktiven Einsatz nutzbar zu machen. Dazu wird ein eigenes Script zur Verfügung gestellt, das bekannte Bugs und Probleme löst bzw. “work-around”et.
  • SlaxLogo2Slax (distrowatch, Wikipedia de en) Version 6.1.2, August 2009
    Slackware basiertes Mini-Linux mit modularem Konzept, dass Änderungen auf dem USB-Stick speichern kann. Auf den Webseiten kann man sich seine eigene Version von Slax zusammenklicken – und nur die Applikationen auswählen, die man wirklich braucht (Slax Module Konfiguration).
  • mint-logoLinux Mint (Wikipedia de en) – Version 8.0 Helena vom 28. November 2009
    Mint basiert auf Ubuntu. Zielsetzung der Distribution: Alles soll möglichst out-of-the-box lauffähig sein. Daher sind Multimedia-Codecs bereits integriert, ebenso SUN-Java, NDIS-Wrapper Unterstützung für WLAN-Karten ist enthalten. Auf der Mint-Webseite wird die weitgehende Nutzer-Beteiligung herausgestellt: “It’s one of the most community driven distributions. You could literally post an idea in the forums today and see it implemented the week after in the “current” release.”
  • netboot-me logonetboot.me (Beschreibung auf heise.de)
    Sehr coole Idee: erlaubt es, beliebige Distributionen über das Internet zu booten, man hat die aktuellste Version der Distribution quasi immer in der Hosentasche. Derzeit stehen standardmäßig für eine Installation zur Verfügung: FreeBSD, Debian, Fedora, OpenSuse, Ubuntu und außerdem Tools wie memtest 86+, HDT, GParted, Parted Magic.
  • Tiny-Core-Linux-logoTiny Core Linux (distrowatch, Wikipedia en) – Version 2.7 vom Dezember 2009
    Wirklich winziges Linux (10Mbyte) mit grafischer Benutzeroberfläche! Es ist unglaublich, was sich in 10MB alles unterbringen lässt. Zum Surfen in Internet für zwischendurch absolut ausreichend.
  • systemrescueSystemRescueCD (distrowatch, Wikipedia de en) – Version 1.3.4
    Ein Rettungssystem um zerschossenen Linux- und Windows-Systemen wieder auf die Sprünge zu helfen, bzw. zu retten, was noch zu retten ist. Das Live-System basiert auf Gentoo. Enthält neben anderem die Tools TestDisk zum wiederherstellen verlorener Partitionen und PhotoRec zum wiederherstellen verlorener Daten.
  • SliTaz (distrowatch, Wikipedia de en) – Version Cooking vom 4. November 2009
    Eine wirklich sehr kleine Desktop Distribution (32MB), mit grafischer Benutzeroberfläche (LXDE), wird vollständig ins Ram geladen und ist daher sehr schnell. SliTaz verfügt über einen eigenen Paketmanager, der auf ein eigenes Software Repository zugreift. SliTaz stellt mit TazLito ein Tool bereit, mit dem sich schnell und einfach angepasste, um zusätzliche Pakete erweiterte SliTaz-Live-Cds (ISOs) erzeugt werden können. Wenn ich einmal viel Zeit habe, möchte ich eine SliTaz Live ISO mit den Virtualisierern qemu/KVM, VirtualBox und VMware-Player erstellen. Mit diesen können dann alle Images geladen werden, die sich über Grub2 wiederspenstig zeigen bzw. garnicht als Live-Medium verfügbar sind (wie z. B. Google Chromium OS).
  • xpud-logoxPUD (Distrowatch, Heise, Heise zur Version 0.92 Golem zur Version 0.92)
    xPUD ist insbesondere für Netbooks gedacht: “Die Benutzeroberfläche Plate – gebaut auf der Basis von Mozillas Runtime-Engine Gecko und XUL [der technische Unterbau des Web-Browsers Firefox] – kann Websites nun im Web-App-Modus direkt in der GUI öffnen.” (heise.de, s. o.)
  • memtest-logomemtest86+ (Wikipedia de en) Version 4.00 vom 22. September 2009
    Testet den Arbeitsspeicher eines Rechners mittels Stresstests auf Fehler.

Multiboot USB-Stick via grub.cfg konfigurieren

Was bleibt noch zu tun?

  1. Download der iso-Dateien der Distributionen und Tools
  2. Konfiguration des Boot-Menüs von Grub2 über die grub.cfg

Beides erledigt das Shell-Script multiboot055.sh. Im Konfigurations-Block zu Beginn des Skripts müssen ggf. einige Anpassungen vorgenommen werden (z. B. muss das Verzeichnis angegeben werden, das als Mount-Point für den USB-Stick dient). Der Rest des Skripts besteht einerseits aus einem ISO-Konfigurations-Block, in dem für jede Distribution die zum Schreiben der grub.cfg benötigten Variablen gesetzt werden und andererseits aus dem Grub2-Boot-Block, mit dem die Datei “grub.cfg” geschrieben wird. “grub.cfg” ist die neue Konfigurationsdatei, die bei Grub2 die “menu.lst” von Grub ersetzt. Sie wird beim Boot-Prozess aus dem Ordner “/boot/grub” gelesen und u. a. zur Erstellung des Boot-Menüs verwendet.

Hier ein Auszug aus dem Skript:

...
# Ubuntu
UBUNTU_TITLE="Ubuntu Desktop 9.10 Karmic Koala 32bit"
UBUNTU_URL="http://ftp.uni-kl.de/pub/linux/ubuntu.iso/9.10/ubuntu-9.10-desktop-i386.iso"
[ $DOWNLOAD ] && wget $UBUNTU_URL -P $DOWNLOADPATH
UBUNTU_ISO=`basename $UBUNTU_URL`
...
cat <<EOF> $MOUNTDIR/$GRUBPATH/grub.cfg
menuentry "$UBUNTU_TITLE" {
 loopback loop $ISOPATH/$UBUNTU_ISO
 linux (loop)/casper/vmlinuz boot=casper iso-scan/filename=$ISOPATH/$UBUNTU_ISO noeject noprompt --
 initrd (loop)/casper/initrd.lz
}
...
EOF

Wie unschwer zu erkennen ist, werden im ISO-Konfigurations-Block die Variablen $UBUNTU_TITLE, $UBUNTU_URL und $UBUNTU_ISO gesetzt, die im folgenden Grub2-Boot-Block verwendet werden. Bei einem Update müssen Anpassungen lediglich im ersten Block vorgenommen werden und das Skript erneut ausgeführt werden. Das Skript erstellt beim Ausführen in jedem Fall eine neue “grub.cfg”, die es auch gleich im richtigen Verzeichnis auf dem USB-Stick ablegt und lädt – sofern die Variable DOWNLOAD=1 gesetzt wurde – die ISO-Dateien entsprechend der Konfiguration in den *_URL-Variablen von den Webseiten der Projekte und speichert sie im Verzeichnis $ISOPATH des USB-Sticks.

Die von multibootXX.sh erstellte grub.cfg (update 0.55: grub055.cfg) erzeugt beim booten das nachfolgend abgebildete Boot-Menü:

pmt-menu

Boot Menü anhübschen

Grub2 (nicht aber die Dokumentation, die man sich zu diesem Stichwort googlen kann!) macht es leicht, ein angepasstes Boot Menü mit eigenm eingebundenen Bildern zu erstellen. Was wird für ein solches Boot Menü mit eingebundenen Splash Image gebraucht?

  1. Ein passendes Bild: Dieses kann man sich mit GIMP erstellen. Wenn man die Standardauflösung von 640×480 Pixel verwenden will (und das empfiehlt sich für ein USB Flash Drive, von dem man nicht weiß, auf welcher Hardware es gebootet wird), dann skaliert man sich das Bild entsprechend, und speichert es im *.tga-Format ab (z. B. pmt.tga). Das Bild muss im Grub-Verzeichnis (/boot/grub auf dem Stick) abgespeichert werden. Im selben Verzeichnis muss ein angepasster UTF-8-Zeichensatz abgelegt werden (unicode.pf2).
    Ein paar geeignete Bilder habe ich für Sie vorbereitet (nur für den Fall, das Sie Angelina Jolie, Brett Pitt oder Marilyn Monroe meinem Konterfei vorziehen – was ich eigentlich nicht wirklich verstehen kann ;-)

    1. Angelina Jolie (joli.tga)
      jolie-menu
    2. Brett Pitt (pitt.tga)
      pitt-menu
    3. Marilyn Monroe (monroe.tga, monroe2.tga
      monroe-menu

      monroe2-menu
      
  2. Außerdem muss grub.cfg entsprechend angepasst werden, die folgenden Zeilen sind zu Beginn einzufügen:
    if loadfont /boot/grub/unicode.pf2 ; then
      set gfxmode="640x480"
      insmod gfxterm
      insmod vbe
      terminal_output gfxterm
      if terminal_output gfxterm; then true ; else
        terminal gfxterm
      fi
    fi
    insmod tga
    background_image /boot/grub/pmt.tga

    Die Auflösung habe ich konservativ gewählt: der Stick soll ja auch auf alter Hardware problemlos laufen.

Tipps

  • Einen Teil der erforderlichen Bootparameter (z. B der Name des Kernels oder der initialen Ramdisk) lassen sich durch einen Blick in das iso-image leicht ermitteln. Hierfür einfach das image mounten:
    sudo mount -o loop image.iso /mnt
  • Manchmal wurde bei meinen Versuchen ein Eintrag in der grub.cfg einfach nicht angezeigt, ich bin nicht dahinter gekommen, warum nicht. Möglicherweise hat mein Editor irgendwelche unfreundlichen unsichtbaren Zeichen an unpassender Stelle eingefügt. Geholfen hat in solchen Fällen jedenfalls, den kompletten Eintrag zu löschen und neu zu schreiben. Ich hasse sowas! Wenn jemand eine Idee hat, was da vor sich geht, er oder sie lasse mich bitte nicht dumm sterben!
  • Es macht nicht wirklich Spaß, zum Testen von Änderungen am USB Stick jedesmal den Rechner neu zu booten. Ist auch nicht nötig. Einfach den Emulator und Virtualisierer Qemu benutzen (ubuntuusers.de zu Qemu) Installation von Qemu:
     sudo apt-get install qemu-kvm

    Dann den Stick einstecken, z. B. mit “df -h” das Device feststellen, als das seine Partitionen eingebunden sind (z. B. /dev/sdb1), und dann das Device mit dem folgenden Befehl in Qemu booten:

    sudo qemu -m 512 -hda /dev/sdb
    

    Mit qemu kann man übrigens nicht nur Devices booten (wie eine Festplatte oder einen USB-Stick), sondern auch CD-Roms oder ISO-images. Also, man kann bequem die ISO-Images auch direkt mit qemu starten:

    sudo qemu -m 512  -cdrom slitaz-cooking.iso

    Bei SliTaz gibt es allerdings ein kleines Problem mit dem Netzwerk. SliTaz erkennt die standardmäßig von qemu emulierte Netzwerkkarte (rtl8139) nicht. Man muss daher von qemu eine andere Netzwerkkarte emmulieren lassen, z. B. eine e1000:

    sudo qemu -m 512 -net nic,model=e1000,vlan=0 -net user,vlan=0 -cdrom slitaz-cooking.iso

    … dann klappt’s auch mit dem Netzwerk :-) … Das gilt natürlich genauso, wenn man in qemu den USB-Stick bootet und aus dem Boot-Menü des Sticks heraus SliTaz mit Netzwerkunterstützung starten möchte.

  • Werden Änderungen an der grub.cfg vorgenommen, reicht es nicht, das Qemu-Fenster zu schließen und qemu erneut aufzurufen. Änderungen an der grub.cfg werden dann nicht erkannt, ich habe keine Ahnung, warum nicht. Was hilft, ist, den Stick zu unmounten und erneut zu mounten (oder einfach rüpelhaft den Stick abziehen und neu einstecken). Wer eine Ahnung hat, was da vor sich geht, lasse mich bitte nicht dumm sterben!

Links

67

Outdoor Navigation mit Linux und Garmin Legend HCx

November 1, 2009

HOWTO: OSM-Karte für QLandkarteGT aufbereiten

QLandkarteGT ist ein sehr nützliches Landkartenprogramm für Linux, dass in der Lage ist, GARMIN-Karten auf dem PC darzustellen. Das Programm ist darüberhinaus in der Lage, Tracks im gpx-Format vom Garmin zu importieren und auf der Karte darzustellen. Es stellt außerdem Möglichkeiten zur Verfügung, diese Tracks zu editieren (überflüssige Teile wegschneiden etc.). QLandkarteGT kann GARMIN-Karten (gmapsupp.img) nicht direkt darstellen, sondern benötigt hierfür eine *.tdb-Datei. Ich habe bisher keinen Weg gefunden, aus einer gmapsupp.img direkt eine *.tdb zu erzeugen. Was funktioniert, ist der Umweg über eine Openstreetmap-Karte (*.osm). Naja, eigentlich ist das ja auch die Quelle der imagesupp.img. Folgende Schritte sind also notwendig:

  1. Download einer Openstreetmap-Karte (z. B. von GEFABRIK)
  2. Erzeugung einer *.tdb-Datei mit folgendem Befehl
    mkgmap karte.osm --tdbfile --gmapsupp
  3. Ggf. muss man sich das Programm mkgmap zuvor noch installieren (Homepage)

Linux (Ubuntu) Vorbereitungen

Anschluss des Navis an den Rechner via USB und Zugriff über das Dateisystem:

  1. Die oben verlinkten Ubuntu Einstellungen durchführen
  2. Auf dem Navi “Hauptmenü | Einstellungen | Schnittstelle | USB Massenspeicher” aktivieren

Das Garmin HCx verfügt allerdings nur über eine USB 1.1 Schnittstelle, d. h. dieser Weg ist nur für das Kopieren kleinerer Dateien geeignet (z. B. von Waypoints im *.gpx-Format). Für größere Uploads empfiehlt es sich, die Speicherkarte über ein Speicherkartenlesegerät direkt zu beschreiben.

HOWTO: Daten vom Navi auf den Rechner holen (und umgekehrt)

Dafür gibt es viele Möglichkeiten:

1. Mit gpbsbabel (MarchK’s Tipps hierzu)

gpsbabel -D9 -w -i garmin -f usb: -o gpx -F WP.gpx
Holt alle waypoints vom Garmin.
gpsbabel -D9 -t -i garmin -f usb: -o gpx -F TP.gpx
Holt alle tracks vom Garmin.
gpsbabel -t -i gpx -f route.gpx -x simplify,count=500 \
         -o gpx -F route-simplified.gpx
Reduziert die Anzahl der Waypoints einer Route / eines Tracks auf 500.
gpsbabel -D9 -t -i gpx -f route.gpx -o garmin \
         -F usb: > debug.txt
Sendet route.gpx als Track zum Garmin.
gpsbabel -i gpx -f NAME.gpx -o garmin -F usb:
Sendet NAME.gpx (z. B. mit Waypoints oder Geocaches) zum Garmin.
gpsbabel -t -i garmin -f usb: \
         -o kml,points=0,line_color=ff0000ff \
         -F Track.kml
Holt tracks vom Garmin und konvertiert sie in KML.

Bei mir funktioniert das leider derzeit nur als root (dem Befehlsaufruf “sudo” voranstellen).

Die Optionen bedeuten:

  • -D9 = Debuglevel (damit man Fehlermeldungen erhält, falls was schief läuft)
  • -w = es geht um Waypoints
  • -t = es geht um Tracks
  • -i = input Typ
  • -f = input Datei (oder Gerät)
  • -0 = output Typ
  • -F = output Datei

sieht a bisserl kompliziert aus, ist aber eigentlich einfach und logisch.

HOWTO: Massenweise Geocaches von geocache.com holen und auf das Navi schieben

Hierfür eignen sich die genialen geo-xxx-Tools von Rick Richardson hervorragend. Homepage: http://geo.rkkda.com/ . In der Tool-Suite gibt es 5 Skripte, mit denen Geocache-IDs von geocache.com abgefragt werden können:

geo-found	gibt Geocache-IDs aus (gefunden von irgendeinem geocache.com-User)
geo-placed	gibt Geocache-IDs aus (platziert von irgendeinem geocache.com-User)
geo-nearest	gibt Geocache-IDs der nächstgelgegenen Geocaches aus
geo-newest	gibt Geocache-IDs der neuesten Geocaches aus (in einem Land)
geo-keyword	gibt Geocache-IDs aus, die ein "keyword" enthalten.

Optionen für die geo-xxx-Tools können sowohl auf der Kommandozeile übergeben werden, als auch in der geo-Konfigurationsdatei “.georc” abgelegt werden. Dies empfiehlt sich für Standardoptionen, die ständig gebraucht werden. Bei mir sieht diese Datei folgendermaßen aus:

# .georc Konfigurationsdatei für geo-xxx tools
PASSWORD="xxx"
USERNAME="schreberpeter"
LAT=n52.24.059
LON=e09.45.503
 

Wann immer von einem der geo-xxx-Tools ein Username und ein Passwort sowie eine Positionsangabe benötigt wird, werden diese Informationen aus dieser Datei übernommen (sofern nicht explizit entsprechende Optionen auf der Kommandozeile übergeben werden). Bei dem folgenden Aufruf sind diese Optionen daher implizit schon gesetzt (spart  ‘ne Menge Schreibarbeit):

geo-nearest -n 5

Der Aufruf holt die IDs der Geocaches, die den angegebenen Koordinaten (meinem zu Hause) am nächsten liegen. Die Rückgabe des Aufrufs:

GC1V522 52.40087 09.75447 Geocache-multi
GC10WW9 52.39773 09.75958 Geocache-multi
GC1TV9N 52.39868 09.75387 Geocache-regular
GC1J494 52.39618 09.76368 Geocache-unknown
GC17Y55 52.39750 09.74917 Geocache-unknow 

Die anderen Tools liefern entsprechende Rückgaben. Mit Hilfe des Tools “geo-gpx” kann ich mir jetzt für eine (oder mehrere) GeoCache IDs (GXxxxxx) Detail-Informationen im gpx-Format holen:

geo-gpx -ogpx -OGC1V522.gpx GC1V522

Der Befehl liefert als Rückgabe eine Datei “GC1V522.gpx” mit alle Informationen, die ich auch auf den Webseiten von geocaching.com zum Geocache “GC1V522″ abfagen kann (im gpx-Format; einem XML-Format). Diese gpx-Datei kann nun problemlos mit gpsbabel (s. o.) auf das Navi laden.

Die folgenden beiden Befehle verketten den Vorgang: es werden in einem Schritt die 500 nächstgelegenen Geocache-IDs geholt und und die Detail-Informationen für alle 500 Geocaches in die Datei nearest.gpx geschrieben. Diese wird dann mit gpsbabel auf das Navi kopiert:

geo-gpx -ogpx -Onearest.gpx $(geo-nearest -n 500 | awk '{print $1}')
sudo gpsbabel -i gpx -f nearest.gpx -o garmin -F usb:

Und Schwubs, hat man 500 Geocaches auf dem Navi :-)

Jetzt brauchen wir noch die ausführlichen Beschreibungen Human-readable (also z. B. im HTML-Format, damit diese mit einem Browser betrachtet werden können). Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

1. HTML aus GPX mit gpsbabel (diese Variante hat schwerwiegende Nachteile, s. u.)

gpsbabel -D9 -i gpx -f nearest.gpx -o html -F nearest.html # Lösung problematisch, besser: gpx2html !

Nachteil der gpsbabel-Lösung: Es wird eine (ggf. sehr große) HTML-Datei erzeugt. Das kann zu Schwierigkeiten führen, diese auf leistungsschwächeren Pocket-PC’s mit angemessener Geschwindigkeit (oder überhaupt) darzustellen. Außerdem ist es bei mir in mehreren Fällen vorgekommen, dass nur einige der GeoCaches in die HTML-Datei aufgenommen wurden und die Erstellung dann abgebrochen wurde. Dabei kam es nicht zu Fehlermeldungen, sodass ich das erst unterwegs bemerkt habe (zu meinem besonderen Verdruß, weil ich vom Geocachen unverrichteter Dinge wieder heim kehren musste).

2. HTML aus GPX mit geo-Tools (gpx2html)

gpx2html *.gpx

Die gpx2html-Lösung hat gleich mehrere Vorteile (weshalb ich sie präferiere und empfehle):

  • Die Syntax des Aufrufs ist deutlich einfacher.
  • Es können mit einem Aufruf gleichzeitig HTML-Dateien für mehrere geocaching-gpx-Dateien erzeugt werden
  • Diese werden nicht in einer (ggf. riesigen) HTML-Datei zusammengefasst, sondern für jeden GCxxxxx wird eine eigene HTML-Datei erzeugt, sodass das Lesen auch auf schwachbrüstigen Rechnern keine Schwierigkeiten macht.
  • Da hierbei ein Verzeichnis mit (u. U. sehr) vielen HTML-Dateien entsteht (und so etwas kann auf Pocket-PCs dann auch wiederum zu Schwierigkeiten führen), wird eine Hauptseite “index.html” angelegt, von der aus die einzelnen GCxxxxx.html Dateien verlinkt werden. Dieses Layout lässt sich performant und komfortabel auch auf leistungsschwächeren Geräten lesen.
  • Als Convenience-Funktion werden zusätzliche Indizes erstellt:
    • Nach ID sortiert
    • Rückwärts nach ID sortiert
    • Nach Datum des letzten Logs auf geocaching.com sortiert
    • Liste von Geocaches mit Travel Bugs
    • Liste der noch nie gefundenen Geocaches
  • In die HTML-Dateien werden auch alle Log-Einträge aufgenommen (die manchmal ja zum Auffinden des Caches durchaus nützlich sein können)

Die HTML Beschreibungen der Geocaches kann man sich auf seinen Palm schieben, auf sein Nokia-Tablet, sein Netbook oder was immer man beim Geocachen so mitnimmt. Und hat dann alle ausführlichen Informationen (samt aller Hints!) immer dabei. Cool :-)

HOWTO: Routen erstellen und (als Track) auf den Garmin laden

  1. Route auf Openrouteservice.org erstellen.
  2. Diese als gpx-Datei downloaden.
  3. Route auf max. 500 Waypoints kürzen. Das geht so:
    gpsbabel -t -i gpx -f route.gpx -x simplify,count=500 -o gpx -F route-simplified.gpx
  4. Route als Track auf den Garmin laden. Das geht so:
    gpsbabel -D9 -t -i gpx -f route-simplified.gpx -o garmin -F usb: > debug.txt
  5. Ein Upload als Route empfiehlt sich nicht (weil der Garmin das dann als hunderte von Waypoints darstellt und die Sache damit sehr unübersichtlich wird).

HOWTO: Koordinaten für eine Adresse finden

Weitere Ressourcen

Todo

5

Backup mit storeBackup

July 17, 2009

backup Was zeichnet ein gutes Backup-Tool aus? Es ist einfach! Denn Backup-machen ist lästig. Deshalb muss es einfach sein. Damit es überhaupt gemacht wird. Und: Backups sind sehr wichtig. Es sind schon Firmen pleite gegangen, weil das Backup versagt hat. Auch deswegen müssen Backups einfach sein. Damit Backup-Administratoren immer wissen, was sie tun. Damit nicht dann, wenn das Backup gebraucht wird, die große Hektik ausbricht. Damit nicht dann, wenn das Backup gebraucht wird, Fehler gemacht werden. Und das Backup zerstört wird. Alles schon vorgekommen!

Backup sind wichtig! Denn Computer gehen kaputt. Glaubt mir ja nie einer. Besonders die nicht, die keine Ahnung von Computern haben. Ist aber so. Computer gehen kaputt! Und dann sind die Daten futsch. Die werden nämlich auf dem Computer gespeichert. Und zwar auf der Festplatte. Und Festplatten gehen kaputt von Zeit zu Zeit. Im Büro habe ich eine kleine Sammlung von etwa zehn kaputten Festplatten. Habe ich gesammelt über die Jahre. Ist nicht vollständig, die Sammlung. Viele Festplatten haben wir getauscht auf Garantie. Oder auf Kulanz. Aber zehn Festplatten habe ich doch sammeln können. Von jeder kann ich eine traurige Geschichte erzählen. Geschichten, in denen erwachsene Männer weinen. Nicht gelogen! Weil die Arbeit von Wochen und Monaten verloren gegangen ist.

Das wollen Sie nicht? Dann machen Sie Backups!

Hab’ ich Sie überzeugt? Gut! … Dann stellt sich Ihnen jetzt die Frage: Wie mache ich Backups?

… da hätte ich dann einen Vorschlag: nehmen Sie storeBackup!

Wir haben storeBackup jetzt seit etwa sechs Jahren im Einsatz und es hat uns bisher nie im Stich gelassen. Das Prinzip ist genial einfach und erspart Administratoren viel Arbeit. Weil User das Restore selbst machen können. Und damit dem Admin nicht auf den Wecker gehen müssen. Und weil keine (mehr oder weniger) komplizierten Systeme ersonnen werden müssen, nach deren Vorgaben Voll-Backups bzw. inkrementelle Teil-Backups erzeugt werden. Und die dann ein Restore zum Intelligenztest machen.

Das storeBackup Grundprinzip

hardlinks (todo)

Installation

Die Installation ist trivial und kann entweder aus den Repositories via “apt-get install storebackup” erfolgen (dann erhält man zur Zeit, Juli 2009, allerdings nur die Version 2.x), oder händisch. Die Installation ist hier beschrieben: Installations-Anleitung

Erste Schritte

storeBackup.pl -g storeBackup.conf # erzeugt Konfigurationsdatei

diese anpassen und dann ausführen:

storeBackup.pl -l storeBackup.conf #  führt Backup aus

Weitere Informationen

Remote Backup

Sie wollen ein Verzeichnis auf einem entfernten Rechner in Ihr Backup einbeziehen. Lösung: Einmounten des entfernten Verzeichnisses über sshfs (Wikipedia-globe-16x16 SSHFS, SSHFS-HomepageubuntuusersSSHFS).

Installation des SSHFS Pakets mit

sudo apt-get install sshfs

Einmounten eines Verzeichnisses auf einem entfernten Rechner:

mkdir /path/to/local/directory # Anlegen des Mountpoints, einmalig
sshfs username@yourserver.org:/path/to/directory /path/to/local/directory

Unmount:

fusermount -u /path/to/local/directory

oder (kann ich mir besser merken, weil Standard):

sudo umount /path/to/local/directory

Ein auf diese Weise lokal eingemountetes Verzeichnis kann prima in das Backup einbezogen werden.

0